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auf der Website des DFG-Graduiertenkollegs 1599 der Universitäten in Kassel und Göttingen.

An unserem Graduiertenkolleg, das einen Standort an der Universität Kassel und einen an der Universität Göttingen hat, erforschen Doktorand_innen verschiedener sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlicher Fächer die Wechselwirkungen von Raum und Geschlecht. Die Kollegiat_innen beschäftigen sich mit ihren Forschungsprojekten und nehmen außerdem an einem strukturierten Studienprogramm teil, das den intensiven Austausch mit internationalen Gastwissenschaftler_innen beinhaltet. Während der ersten Förderphase des Kollegs hat sich mit Materialität/ material culture ein Thema quer durch alle Projekte herauskristallisiert, das nun verstärkt in den Mittelpunkt der Arbeiten rückt.

In seiner Herangehensweise und Zusammensetzung ist das Graduiertenkolleg interdisziplinär ausgerichtet. Die Forschungsfelder Raum, Geschlecht und Materialität werden aus verschiedenen Perspektiven und aus unterschiedlichen Fachtraditionen untersucht. Einerseits können wir so der Komplexität des Themas gerecht werden und andererseits durch den interdisziplinären Dialog innovative Forschungsansätze entwickeln. Dabei sind – neben Geschichts- und Literaturwissenschaften, Theologie und Soziologie – mit Kulturanthropologie sowie Ethik und Geschichte der Medizin auch Fächer vertreten, die selbst in besonderem Maße interdisziplinär angelegt sind.

Bei der Untersuchung von Raum interessieren uns globale wie lokale Verflechtungen. Dieser Forschungsschwerpunkt spiegelt sich in der Beteiligung von Disziplinen wie der Ethnologie, der Arabistik und der Iberoromanischen und Iberoamerikanischen Romanistik wider. Geschlecht ist ein fächerübergreifendes Forschungsinteresse der beteiligten Wissenschaftler_innen, das in allen Promotionsprojekten eine zentrale Rolle spielt. Wir betrachten gender nicht als isolierte Kategorie, sondern nehmen eine intersektionale Untersuchungsperspektive ein, um Geschlecht im Zusammenwirken mit anderen sozialen und kulturellen Kategorien zu analysieren.

Die wechselseitigen Bezüge von Raum und Geschlecht verstehen wir als Prozess, der im Kontext unterschiedlicher Epochen und Kulturen in seiner historischen und aktuellen Entwicklung verfolgt werden muss. Um dies interdisziplinär realisieren zu können, sind neben drei klassischen Epochenprofessuren (Geschichte des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und des 19./20. Jahrhunderts) weitere historisch arbeitende Professuren am Kolleg beteiligt: Arabistik/Islamwissenschaft, Anglistik mit Schwerpunkt auf postcolonial studies, Ethik und Geschichte der Medizin, Germanistik mit Schwerpunkt auf Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.

Das Kolleg nimmt neben vollfinanzierten Promovierenden auch assoziierte Mitglieder auf, die am Veranstaltungsprogramm teilnehmen und auch bei der Abfassung ihrer Doktorarbeiten unterstützt werden.

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