Herzlich Willkommen

auf der Website des DFG-Graduiertenkollegs 1599 der Universitäten in Kassel und Göttingen.

Das Graduiertenkolleg 1599 ist zum 30.9.2016 abgelaufen.

Wir bedanken uns bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die fünfeinhalbjährige Förderung, sowie bei allen unseren Kooperationspartnern, GastwissenschaftlerInnen, Unterstützern und Freunden des Projektes für die gute, erkenntnisbringende und vielseitige Zusammenarbeit!


An unserem Graduiertenkolleg, das einen Standort an der Universität Kassel und einen an der Universität Göttingen hatte, erforschten Doktorand_innen verschiedener sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlicher Fächer die Wechselwirkungen von Raum und Geschlecht. Die Kollegiat_innen beschäftigten sich mit ihren Forschungsprojekten und nahmen außerdem an einem strukturierten Studienprogramm teil, das den intensiven Austausch mit internationalen Gastwissenschaftler_innen beinhaltete. Während der ersten Förderphase des Kollegs hatte sich mit Materialität/ material culture ein Thema quer durch alle Projekte herauskristallisiert, das zunehmend in den Mittelpunkt der Arbeiten rückte.

In seiner Herangehensweise und Zusammensetzung war das Graduiertenkolleg interdisziplinär ausgerichtet. Die Forschungsfelder Raum, Geschlecht und Materialität wurden aus verschiedenen Perspektiven und aus unterschiedlichen Fachtraditionen untersucht. Einerseits konnten wir so der Komplexität des Themas gerecht werden und andererseits durch den interdisziplinären Dialog innovative Forschungsansätze entwickeln. Dabei waren – neben Geschichts- und Literaturwissenschaften, Theologie und Soziologie – mit Kulturanthropologie sowie Ethik und Geschichte der Medizin auch Fächer vertreten, die selbst in besonderem Maße interdisziplinär angelegt sind.

Bei der Untersuchung von Raum interessierten uns globale wie lokale Verflechtungen. Dieser Forschungsschwerpunkt spiegelte sich in der Beteiligung von Disziplinen wie der Ethnologie, der Arabistik und der Iberoromanischen und Iberoamerikanischen Romanistik wider. Geschlecht war ein fächerübergreifendes Forschungsinteresse der beteiligten Wissenschaftler_innen, das in allen Promotionsprojekten eine zentrale Rolle spielte. Wir betrachteten gender nicht als isolierte Kategorie, sondern nahmen eine intersektionale Untersuchungsperspektive ein, um Geschlecht im Zusammenwirken mit anderen sozialen und kulturellen Kategorien zu analysieren.

Die wechselseitigen Bezüge von Raum und Geschlecht verstanden wir dabei als Prozess, der im Kontext unterschiedlicher Epochen und Kulturen in seiner historischen und aktuellen Entwicklung verfolgt werden muss. Um dies interdisziplinär realisieren zu können, waren neben drei klassischen Epochenprofessuren (Geschichte des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und des 19./20. Jahrhunderts) weitere historisch arbeitende Professuren am Kolleg beteiligt: Arabistik/Islamwissenschaft, Anglistik mit Schwerpunkt auf postcolonial studies, Ethik und Geschichte der Medizin, Germanistik mit Schwerpunkt auf Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.

Das Kolleg nahm neben vollfinanzierten Promovierenden auch assoziierte Mitglieder auf, die am Veranstaltungsprogramm teilnahmen und auch bei der Abfassung ihrer Doktorarbeiten unterstützt wurden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.