Marie-Theres Modes

Modes Bild 1Dr. Marie-Theres Modes
Akademie für soziale Berufe
Elisabeth-Seitz-Str. 12
34613 Schwalmstadt
Telefon 06691-18-1291
E-Mail: marie-theres.modes@hephata.de

Dissertationsprojekt

„Wahrnehmung und Herstellungsweisen von Raum und Behinderung. Eine raumsoziologische Studie“ (Erstbetreuung: Prof. Dr. Mechthild Bereswill)

Anhand von ethnografischen Feldstudien in einem Hotel, in welchem behinderte und nicht behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam arbeiten, werden die wechselseitige Beeinflussung von räumliche Strukturen und der Kategorie Behinderung, im Rahmen der Dissertation als Phänomen einer verkörperten Differenz betrachtet, und die in Bezug auf diese auftretenden Wahrnehmungsmuster in den Blick genommen. Neben den Aspekten des aktuellen raumsoziologischen Diskurses und differenzbezogener Theorien werden Fragestellungen der emotionssoziologischen Forschung mit einbezogen, so dass vorhandene Verbindungslinien und Anschlussstellen zwischen den Kategorien Raum, Differenz und Gefühl dargestellt werden können. Insbesondere die Schnittstellen zwischen emotions- und raumsoziologischer Theoriebildung scheinen im bisherigen Forschungsdiskurs noch relativ wenig beachtet, so dass ein weiterer Schwerpunkt des Projekts eine Annäherung an den Begriff der „räumlichen Atmosphäre“ und ihrer Ko-Existenz zu den genannten Kategorien bildet.

Scheduled appreciation. The perception of difference from a space-sociological perspective. An ethnographic study within a hotel with disabled and non disabled employees.

In the dissertation the view of the mutual influence of spatial structures and the category of disability is taken based on ethnographic studies carried out in a hotel in which disabled and non-disabled people work together. This is considered as the phenomenon of embodied difference and in regard to the occurring patterns of perception. In addition to the aspects of the current space-related sociological discourse and theories of differences, questions of sociological emotion research will be involved as well. In that way existing connection lines and compounds between the categories of space, difference and feeling can be shown. So far less attention has been paid in particular to the possible interfaces between emotional and spatial sociological research. Therefore, another focus of this project is an approach to the concept of a “spatial atmosphere” and their co-existence to the mentioned categories. Furthermore, a closer look will be taken on the methodological understanding and the applied methodology during the research process both in regard to data collection and analysis methods, because there are still many vacancies especially concerning the view and acquisition of sociological phenomena depending on the category of space.

Kurzbiografie

Dissertationsschrift mit dem Titel: „Wahrnehmung und Herstellungsweisen von Raum und Behinderung. Eine raumsoziologische Studie“

seit SS 2014 regelmäßige Lehrbeauftragte der Ev. Hochschule Darmstadt für den Studiengang „Soziale Arbeit“ am Studienstandort Hephata

WS 2013/2014 Lehrbeauftragte am Fachbereich 07 der Universität Kassel im Masterstudiengang Psychologie, Wirtschaft und Management; Durchführung einer Lehrveranstaltung zu Methoden der qualitativen Sozialforschung

seit 05/2012 Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit als Dozentin und Fortsetzung des Forschungsprojekts an der Universität Kassel

01/2011 bis 05/2012 Elternzeit nach Geburt des Sohnes Ferdinand, Weiterführung einzelner Lehrveranstaltungen

10/2010 – 09/2013 Assoziierte Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg 1599 „Dynamiken von Raum und Geschlecht: entdecken – erobern – erfinden – erzählen“

seit 03/2009 Mitglied des KIGG (Kasseler Internationales Graduiertenzentrum Gesellschaftswissenschaften)

08/2008 – 01/2010 Mitglied des Promotionskollegs „Biographische Strukturierung als kulturelle Praxis“ der Universität Kassel

seit 08/2008 Nebenberufliche Promotion an der Universität Kassel am Fachbereich 04 Sozialwesen/05 Gesellschaftswissenschaften

11/2006  – 08/2007 Elternzeit

seit 04/2005 Dozentin für Soziologie, Sozialpolitik und Deutsch an der Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt

06/2002-04/2005 Angestelltenverhältnis als Beraterin der AKGG GmbH in Melsungen in der Abteilung des ambulanten Fachdienstes für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige

2003 – 2004 Aufbaustudium Mediation (nebenberuflich) am IBW Institut Bad Lörrach Abschluss als diplomierte Mediatorin im Dezember 2004

04/2002 Magisterarbeit zum Thema „Die Interaktion zwischen Darstellern und Publikum im politischen Kabarett“

1996 – 2002 Magisterstudium an der Georg-August-Universität Göttingen (Soziologie, Linguistik, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte)

Publikationen

Raum und Behinderung. Wahrnehmung und Konstruktion aus raumsoziologischer Perspektive. Bielefeld 2016 (im Erscheinen) [zugl. Diss. Univ. Kassel]

Raum – Atmosphäre – verkörperte Differenz. Zur Wahrnehmung einer anderen Körperlichkeit im Kontext räumlicher Atmosphäre. In: Silke Förschler/ Rebekka Habermas/ Nikola Roßbach (Hrsg):Verorten – Verhandeln – Verkörpern: Interdisziplinäre Analysen zu Raum und Geschlecht. Bielefeld 2014, S.335 – 357

„Dies alles darf sein, wie es ist“. Wahrnehmungsweisen von Behinderung aus einer raumsoziologischen Perspektive. In: Dr.-Lothar-Beyer Stiftung an der Universität Kassel (Hrsg.): Passagen in den Sozialwissenschaften. Beiträge der Stipendiaten. Kassel 2014, S. 159 – 173

Vorträge

07/2011 „Perspektiven auf Raum und Behinderung.“ Vortrag im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs 1599 „Dynamiken von Raum und Geschlecht“ der Universitäten Kassel und Göttingen. 11. Juli 2011, Universität Kassel

03/2012 „Neue Techniken für beeinträchtigte Körper im Spannungsfeld zwischen Normierung und Normalisierung. “Kommentar zum Panel: Technologien der Normalisierung im Rahmen der Tagung der Sektion Wissenschaft- und Technikforschung der DGS, des Arbeitskreises Politik, Wissenschaft und Technik der DVPW und der TU Hamburg-Harburg, Arbeitsgruppe Arbeit, Gender, Technik. TU Hamburg-Harburg, 23./24.03.2012

01/2013 „Raumbezogene Wahrnehmungsweisen des Anderen. “Vortrag während des Workshops „Gefühlsräume – Raumgefühle. Zur Verschränkung von emotionalen Praktiken und Topografien der Moderne“ des Max-Plancks-Instituts für Bildungsforschung und der DFG Forschergruppe Kulturen des Wahnsinns am 10./11.01.2013 in Berlin

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.