Sophie Ziegler

Sophie ZieglerSophie Ziegler, M.Ed.
E-Mail: sophie.ziegler@uni-kassel.de
sophie.ziegler03@gmail.com

Schwerpunkte
Sächsische Landesgeschichte, Hessische Landesgeschichte (Schwerpunkt Frühe Neuzeit)
Briefgeschichte, Geschichte der Kommunikation
Hofkultur und Adel in der Frühen Neuzeit
Emotionsgeschichte
Raumtheorie
Materialität und Medialität

Dissertationsprojekt

‚Mit Brief und Siegel‘ – Brief-Beziehungen zwischen Hessen-Darmstadt und Sachsen 1600−1670
(Erstbetreuung: Prof. Dr. Anne-Charlott Trepp, Kassel; Zweitbetreuung: Prof. Dr. Winfried Müller, Dresden)

Im Jahr 1627 fand die Hochzeit zwischen Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605−1661) und der Kurprinzessin Sophia Eleonora (1609−1671) von Sachsen statt. Ihre Eheschließung sollte nicht allein die Verbindung zweier Menschen, sondern auch die zweier Dynastien und Fürstentümer festigen. Die Briefe, welche die Ehepartner untereinander austauschten sowie ihre Korrespondenz mit anderen Familienmitgliedern – allen voran den Eltern Sophia Eleonoras, dem sächsischen Kurfürstenpaar Johann Georg I. (1585−1656) und Magdalena Sybilla (1586−1659) –, bilden die Quellenbasis des Promotionsprojektes, das eine doppelte Zielstellung verfolgt: Untersucht werden einerseits die durch Briefe erfassbaren zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der hessisch-sächsischen Fürstenfamilie, wobei Persönliches und Politisches hier untrennbar verwoben ist. Im Kern dieses Punktes stehen die Fragen, welche Arten von Beziehungen sich charakterisieren lassen, wie diese verhandelt werden und welchen Anteil die Schreiben an deren Konstitution und Festigung haben.
Andererseits soll in den Blick genommen werden, welche Bedeutung Briefen im Kommunikationswesen des 17. Jahrhunderts zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit zukommt. Es wird nach der Rolle der historischen Akteure, aber ebenso nach dem ‚Akteursstatus‘ von Briefen gefragt, ohne hierbei die Ebenen von Inhalt, Form, Stilistik oder Intention der Briefe außer Acht zu lassen.
Ergänzend zu den klassischen Methoden der Briefanalyse, werden Elemente der Materialitäts- und Medialitätsforschung fruchtbar gemacht. Darüber hinaus wird das Quellenkorpus unter raum- und geschlechter- sowie emotionstheoretischer Perspektive betrachtet.

Kurzbiografie

02/2017 – 04/2017 Praktikum am Hessischen Staatsarchiv Darmstadt

seit 10/2013 Arbeit an Promotionsprojekt im Bereich Geschichte der Frühen Neuzeit: „‚Mit Brief und Siegel‘ – Brief-Beziehungen zwischen Hessen-Darmstadt und Sachsen 1600−1670“

10/2013 – 09/2016 Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg 1599 „Dynamiken von Raum und Geschlecht: entdecken – erobern – erfinden – erzählen“

10/2011 – 09/2013 Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) in Dresden

10/2012 – 07/2013 Lehrkraft für Latein im Rahmen des Ganztagsangebots am Gymnasium Dresden-Bühlau

10/2010 – 05/2013 Master für das Höhere Lehramt an Gymnasien für die Fächer Geschichte und Lateinische Philologie an der Technischen Universität Dresden
• 2013 – Master of Education (M.Ed.), Masterthesis im Bereich Sächsische Landesgeschichte: „Agnes von Hessen und Kurfürst Moritz von Sachsen. Eine Ehe zur Zeit der Reformation zwischen Kalkül und Gefühl“

10/2007 – 09/2010 polyvalenter Bachelor Lehramt in den Fachbereichen Geschichtswissenschaft, Latinistik und Erziehungswissenschaft an der Universität Leipzig
• 2010 – Bachelor of Arts (B.A.), Bachelorthesis im Bereich Alte Geschichte: „Die Politik des P. Clodius Pulcher im Rahmen des Volkstribunats der späten Römischen Republik“

Publikationen

Briefe als Spiegel höfischer Netzwerke – Korrespondenzkultur unter Kurfürst August von Sachsen, in: Kurfürst August von Sachsen − ein nachreformatorischer ‚Friedensfürst‘ zwischen Territorium und Reich, hrsg. von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden [in Vorber., voraussichtlich 2017]

Georg Steinhausen, in: Kleines Kasseler Literatur-Lexikon. Autorinnen und Autoren, hrsg. von Nikola Roßbach, Hannover [in Vorber., voraussichtlich 2017]

gemeinsam mit Manfred Seifert: Adolf Spamer. Neuere Studien zu Werkverzeichnis und Nachlass, in: Volkskunde in Sachsen 25 (2013)

Rezensionen

Mark Hengerer (Hrsg.): Abwesenheit beobachten. Zur Kommunikation auf Distanz in der Frühen Neuzeit (Vita curialis. Form und Wandel höfischer Herrschaft, Bd. 4), Berlin u.a. 2013, in: Neues Archiv für sächsische Geschichte 85 (2015), S. 83-84

Vorträge

01/2017 „Zwischen Nähe und Distanz, zwischen Zeremoniell und Affekt – Briefliche Beziehungspflege zwischen den Fürstentümern Hessen-Darmstadt und Kursachsen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts“, Leipzig

11/2015 „’durch Euer liebstes handbrieflein’ − Raum, Geschlecht und Medialität hessisch-sächsischer Korrespondenzen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts“, Kassel

07/2015 „Briefe als Spiegel höfischer Netzwerke – Korrespondenzkultur unter Kurfürst August von Sachsen“ im Rahmen der Tagung “Kurfürst August von Sachsen − ein nachreformatorischer ‚Friedensfürst‘ zwischen Territorium und Reich” (Konferenz im Rahmen der ersten nationalen Sonderausstellung „Luther und die Fürsten“), Torgau

07/2015 „‚durch Euer liebstes handbrieflein‘ – ‚affection‘, Verbalität und Materialität fürstlicher Briefe in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts“ im Rahmen der Tagung „Briefe als Träger und Trigger von Affekten“, Münster

12/2014 „Schön, Empfindsam, Kriegerisch. Über Geschlechterperspektiven bei ‘Bishoujo Senshi Sailor Moon’“ im Rahmen der Vorlesungsreihe „Gender und Genre“, Kassel

11/2014 „Die Synthese von Materialität und Raum mittels brieflicher agency“ im Rahmen des Workshops der AG Materielle Kultur „Raum−Ort−Ding“, Heidelberg

06/2014 „Briefquellen und paper technology“ – Aspekte von Raum, Geschlecht und Medialität in fürstlichen Korrespondenzen der Frühen Neuzeit“, Kassel

Lehre

WS 2016/2017 Proseminar „Zwischen Hofhaltung, Feldzug und Abendmahl. Hochadlige Lebenswelten in der Frühen Neuzeit“, Blockveranstaltung mit Tagesexkursion in Marburg im Rahmen eines Lehrauftrags der Fachgruppe Geschichte an der Universität Kassel

SS 2015 Proseminar „‘Mailkultur’ im 16. und 17. Jahrhundert (?)“ im Rahmen eines Lehrauftrags der Fachgruppe Geschichte an der Universität Kassel

Organisation

07/2015 – 07/2016 Organisation und Veranstaltung des internationalen Symposiums „Interdisciplinary Matters – Doing Space while Doing Gender. Neue Perspektiven auf Medialität, Materialität und Temporalität“ des DFG-Graduiertenkollegs 1599, Göttingen 28.-29.07.2016, zusammen mit Aenne Gottschalk, Susanne Kersten und Friederike Maaßen

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